Detox - Ein Überblick

Detox – Ein Überblick

Nullfasten, Heilfasten, Basenfasten,… hört sich zwar nicht ganz so trendy an wie Detox, ist aber tatsächlich das, was Detox als Überbegriff beschreibt. Übersetzt bedeutet Detox „Entgiften“. Das ist aber nur ein kleiner Teil dessen, was Detox tatsächlich für Sie tun kann. Die meisten Detoxkuren versprechen strahlendere Haut, eine zügige Gewichtsabnahme, ein besseres Körpergefühl und vieles mehr. Tatsächlich gilt aber auch bei diesem Thema: Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel. Denn nicht jede Detoxkur ist gleichgut für jeden geeignet und spricht verschiedene Belastungen an. Welche Arten von Fastenkuren gibt es überhaupt.

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Die bekannteste, aber auch strengste Art ist wahrscheinlich das Nullfasten oder auch Wasserfasten. Hierbei sind nur ungesüßte Kräutertees und Wasser erlaubt. In der Regel wird von dieser Form des Fastens aus medizinischer Sicht abgeraten, da der Stoffwechsel komplett herunterfährt, es zu starken Beschwerden wie Schwindel oder Kopfschmerz aufgrund der Mangelerscheinungen kommen kann und weil danach oft ein starker Jojo-Effekt auf Grund des langsameren Stoffwechsels eintreten kann.

Deutscher Vorläufer des sogenannten Heilfastens ist Dr. Otto Buchinger. Schon im Jahre 1920 gründete er als Mediziner das erste Kurheim. Da bei dieser Art des Fastens nicht nur unnötige Stoffe ausgeschieden, sondern auch seelischer Ballast entladen werden soll, sollte das Fasten in einer stillen, meditativen Atmosphäre geschehen. Vor dem Fasten empfiehlt es sich einen Entlastungstag einzulegen, bei der nur leichte Kost wie etwa Haferflocken oder Naturjoghurt verzehrt wird. Um dem Hungergefühl entgegenzuwirken, wird außerdem eine Glaubersalz-Lösung eingenommen, welche zusätzlich den Darm reinigt. Erlaubt sind bei dieser Form des Fastens flüssige Nahrung in Form von Brühen oder Säften. Ausreichende Bewegung an der frischen Luft kurbelt zusätzlich den Stoffwechsel an und beugt gegen exzessiven Muskelschwund vor.

Das Fasten nach Hildegard von Bingen, Vorreiterin der ganzheitlichen Medizin, legt großen Wert auf innere Einkehr und Meditation. Denn nur durch innere Einkehr, so Hildegard von Bingen, gelingt es dem Menschen sich vollständig zu heilen. Wie bei Buchinger sollte zu Beginn nur leichte Kost verzehrt werden. Anschließend folgt eine Darmreinigung. Eine Gemüsebrühe mit Dinkelschrot und frischen Kräutern ist ein- bis zweimal täglich vorgesehen. Daneben sollte ausreichend Sport, viel Fencheltee und gedünstete Äpfel zu sich genommen werden.

Eine weitere Form des Heilfastens stellt das Fasten nach F. X. Mayr dar. Beim Fasten a la Mayr stehen die schonende Reinigung des Darmtraktes durch Spülungen und Einläufen im Mittelpunkt. Zweimal am Tag gibt es neben Gemüsebrühen und Kräutertees auch altgebackene Brötchen mit etwas Milch. Um die Durchblutung der Organe zu fördern werden begleitend dazu Bauchmassagen durchgeführt.

Basenfasten. Lassen Sie sich davon nicht irreführen, denn beim Basenfasten wird nicht auf die Nahrungsaufnahme verzichtet. Wichtig ist, dass sich unsere Lebensmittel in zwei Kategorien aufteilen: basisch und sauer. Zu viel saure Lebensmittel bewirken, dass wir uns schlapp und müde fühlen. Wir haben Kopfschmerzen und es treten Verdauungsstörungen auf. Deswegen sollten Sie beim Basenfasten auf saure Nahrungsmittel verzichten. Dazu gehören Fleisch, jegliche Milchprodukte sowie Getreideprodukte. Auf dem Tisch sollten stattdessen viel Obst, Gemüse, Vollkorn-Getreideprodukte und Nüsse liegen. Ziel des Basenfastens ist, einen optimalen Säure-Basen-Haushalt im Körper herzustellen.